Passaus 2. Bürgermeister Urban Mangold: "CSU-MdL Konrad Kobler fällt mit seiner Verharmlosung des Temelin-Reaktors der ostbayerischen Bevölkerung in den Rücken"

Gegen Windkraft und für Atomenergie - das ist unfassbar!

Auf "Unverständnis und Fassungslosigkeit" stößt bei Passaus 2. Bürgermeister Urban Mangold (ödp), "die verharmlosende Darstellung des Atomreaktors Temelin durch den CSU-Landtagsabgeordneten Konrad Kobler" (PNP vom 27.3.09): "Herr Kobler fällt mit seinem Ja zu Temelin der ostbayerischen Bevölkerung in den Rücken, die nach 123 Störfällen die Stilllegung dieses Schrottreaktors herbeisehnt", kritisiert Mangold.

 

"Dass der örtliche CSU-Abgeordnete Temelin lobt und kurz zuvor der FDP-Wirtschaftsminister Zeil den ‚Schulterschluss mit Tschechien bei der Atomkraft’ verkündet (PNP vom 21.2.09), kommt mir nicht wie ein Zufall vor. Ich habe den Verdacht, dass die Staatsregierung im Zusammenhang mit der Temelin-Erweiterung bestimmte Interessen verfolgt. Schließlich hat sie schon einmal einen Großkredit der Landesbank an den Temelin-Betreiber CEZ abgesegnet", meint ödp-Geschäftsführer Mangold.

 

Die Energiekonzerne hätten offensichtlich ihre Interessen durchsetzen können, so Mangold. Anders sei es "nicht erklärbar, dass die CSU für längere Atomreaktorlaufzeiten kämpft und gleichzeitig die Windkraft im Binnenland verhindert".

 

Die ödp werde den Pro-Temelin-Kurs von CSU und FDP zum Thema des Europawahlkampfes machen. Dies sei auch sachlich gerechtfertigt, "weil beide Parteien nichts unternommen haben, um den Euratom-Vertrag der EU zu kippen". Mit diesem Vertag habe Tschechien sogar Anspruch auf Steuergelder zur Förderung der Temelin-Erweiterung, kritisiert Mangold.


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